Das neue Unternehmerinnentum Teil 2: Warum du als Frau ein Lifestyle Business starten solltest und kein Start-up

lifestylebusiness

Nachdem ich letzten Sonntag darüber geschrieben habe, warum ich eine Lifestyle Business-Unternehmerin bin, möchte ich dir heute erzählen, warum du als Frau ein Lifestyle Business starten solltest und kein Start-up.

[su_spacer size=“10″]

Der Unterschied zwischen einem Lifestyle Business und einem Start-up

Ich selber habe ja BWL studiert und einen Doktor in Strategischem Management. Auf der Uni haben wir oft darüber gesprochen, wie es wohl wäre, wenn wir uns selbstständig machen würden. Den Begriff „Lifestyle Business“ kannte ich damals noch gar nicht und sich selbstständig zu machen, bedeutete für mich, ein Start-up zu gründen.

Das Start-up

Die Gründung eines Start-ups läuft im Normalfall so ab:

  1. Du hast eine tolle Idee (zumeist handelt es sich dabei um eine Produktidee oder eine technische Innovation)
  2. Du schreibst einen Business Plan, da du sehr viel Kapital benötigst, um einen Prototyp für dein Produkt zu entwickeln und dieses danach zur Serienreife zu bringen
  3. Du machst dich auf die Suche nach Investoren, um dein Start-up zu finanzieren
  4. Falls du Investoren findest (was für die meisten ein lebenslanger, ferner Traum bleibt), trägst du die nächsten Jahre ein sehr großes Risiko und arbeitest Tag und Nacht
  5. Du stellst Mitarbeiter ein und baust dein Start-up zu einem KMU (kleines bzw. mittelständiges Unternehmen) aus
  6. Wenn du sehr großes Glück hast, wird dein Unternehmen erfolgreich und du arbeitest dann noch mehr
  7. Und wenn du den Jackpot knackst (ist ca. so wie ein Sechser im Lotto), dann schaffst du es, dein Start-up für einige Millionen zu verkaufen und machst dir dann mit dem Geld ein schönes Leben

Du siehst also, dass die Gründung eines Start-ups aus vielen Gründen nicht sehr attraktiv ist. Denn es gibt folgende Probleme:

  • Sehr hohes Risiko
  • Sehr viel Arbeit (weit mehr als ein Angestellter)
  • Sehr große Wahrscheinlichkeit zu scheitern

Und das Hauptproblem beim Start-up ist, dass du dein Leben nach hinten verschiebst. So nach dem Motto: Jetzt arbeite ich zwar hart und habe nichts vom Leben, aber dann später, wenn ich mal reich bin …
Es ist allerdings so, dass fast niemand dorthin kommt und wenn, dann erst zu einem Zeitpunkt, wo die „besten Jahre“ schon vorbei sind.

Aus allen diesen Gründen war für mich nach der Uni klar, dass ich mich nicht selbstständig machen wollte, sondern mir dann einen Job als angestellte Unternehmensberaterin gesucht habe.

Denn als Angestellte hatte ich den Vorteil, dass ich mir Auszeiten und verlängerte Urlaube nehmen konnte und somit nicht SELBST und STÄNDIG arbeiten musste wie als Start-up Unternehmerin.

[su_spacer size=“10″]

Das Lifestyle Business

Das Start-up gründen Menschen in der Hoffnung, irgendwann reich zu werden und nicht mehr arbeiten zu müssen. Lifestyle Business-Unternehmer möchten sofort ein tolles Leben. Sie gründen ihr Lifestyle Business, weil sie ihr Leben spannender, reicher und interessanter machen wollen.

Ihre Ziele können sein, dass sie orts- und/oder zeitunabhängig arbeiten wollen, dass sie mehr Spaß im Business oder im Leben möchten oder einfach, dass sie etwas tun wollen, das ihnen Sinn und Erfüllung bringt.

Im Lifestyle Business geht es einfach darum, Freude an dem zu haben, was du tust.

Der Aufbau eines Lifestyle Business folgt anderen Regeln als der eines Start-ups:

  1. Du findest etwas, das dir sehr viel Spaß macht: eine Berufung oder Leidenschaft
  2. Du definierst deine Werte und dein Warum für dein Business
  3. Du entwickelst dein Business rund um deine Interessen und Talente und basierend auf deinen Werten
  4. Du findest ein Kundenproblem, das du mit deinen Fähigkeiten lösen kannst
  5. Du entwickelst, basierend auf deinen Talenten und Interessen, skalierbare Produkte, mit denen du das Problem deiner Kunden löst
  6. Du vermarktest deine Produkte an deine Zielkunden
  7. Durch Prozessoptimierung und Outsourcing entwickelst du ein Business, in dem du zeit- und/oder ortsunabhängig arbeiten kannst und das (zumindest eine Zeit lang) „auf Autopilot“, also ohne dich, läuft

Die Vorteile des Lifestyle Business sind somit:

  • Du brauchst keinen Business Plan
  • Du brauchst keine Investoren
  • Du brauchst keine tolle Produktidee oder technisches Wissen
  • Du trägst kein hohes Risiko
  • Du hast keine hohen Fixkosten, weil du keine Mitarbeiter und kein Büro brauchst
  • Du kannst bequem nebenberuflich oder aus einer (Bildungs-)Karenz (Elternzeit/Bildungsurlaub) heraus starten
  • Du baust dir ein Business nach deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen auf (so kannst du z.B. auch ortsunabhängig oder nur Teilzeit arbeiten)
  • Du verlässt die Zeit-gegen-Geld-Falle

Beim Lifestyle Business gibt es kein “richtig” oder “falsch”, erlaubt ist, was Spaß macht.

Ich kenne Lifestyle Business-Unternehmer, die ihr Geld mit Produkten über Hundeerziehung oder Modellbau verdienen. Bei anderen geht es um das Thema Fotografieren oder Bloggen.

Wichtig ist, dass DU daran Freude hast, dich mit dem Thema zu beschäftigen und, dass es Menschen gibt, die bereit sind, für die Problemlösung, die du bietest, Geld zu bezahlen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Hauptziel von einem Start-up die EINKOMMENSmaximierung ist und von einem Lifestyle Business die Maximierung der Lebensqualität.

Außerdem geht es beim Lifestyle Business nicht darum, irgendwann später (wenn das Unternehmen erfolgreich verkauft wurde) glücklich zu sein sondern heute, jetzt, sofort!

Und genau das ist das Ziel von vielen Frauen: uns geht es nicht darum, auf Kosten unserer Gesundheit und Lebensfreude möglichst viel Geld zu verdienen, sondern wir wollen eine Arbeit haben, die uns erfüllt, die uns Spaß macht und die wir gut mit einer Familie kombinieren können.

Und wenn wir unser Business im Café vom Strand aus betreiben können, ist das ja auch nicht unbedingt ein Fehler 😉

Willkommen im Lifestyle Business und alles Liebe von der schönen Insel Ibiza 🙂

Deine,

Marastix

P.S.: Am Sonntag, den 14.9.2014, erscheint der 3. Teil meiner Artikelreihe über das neue Unternehmerinnentum und ich erzähle dir, warum fast alles, was du über Business zu wissen glaubst, nicht mehr stimmt. Wenn dich das Thema interessiert, melde dich unbedingt unter diesem Artikel für E-Mail Updates an, damit du auch keinen weiteren Artikel verpasst.

 

Ich freue mich über deine Meinung!

3 Comments

  • Christine Sonnig

    Reply Reply 9. September 2014

    Liebe Mara,

    jetzt soll es doch mal wieder einen Kommentar zu deinem aktuellen Beitrag geben.

    Ich verfolge deine megaschnelle Entwicklung ja nun schon von Beginn an und lasse mich immer wieder inspirieren. Auch wenn ich NICHT durch Geld zu motivieren bin, sondern durch die freie Wahl meines Arbeitsortes (bevorzugt Bett 😉 und der Arbeitszeit (gerne durch moderne Medien max. 3 h/Woche).

    Und das bist du Maßstab für mich und meine Lösungsbusiness für Konzerne, Beratungsgesellschaften, Architekten und Immobilienmakler die mich als ergänzenden Experten buchen und für Lösungen bezahlen.

    Befeuert durch dich bauen ich das aktuell auf und um aus meinen bereits zu Anfang ausgezeichneten klassischen Start-Up hin zum Livestyle-Business.

    Und das macht mir und meinen Kunden echt ganz viel Spaß. Wir lachen so gut zusammen und freuen uns über die für den Kunden entwickelten Lösungen. Der Kunde freut sich dabei über Ersparnisse in Form von Zeit und Geld. Und ich freue mich über Egostreichler in Form von Geld und strahlende Kundenaugen 😉

    Es wird spannend und aktuell setze ich das bei zwei Großprojekten und Kleinprojekten um. Es scheint mit wenig Arbeitseinsatz und „nur“ Gehirnschmalz und Netzwerkpartnern gut zu klappen…

    Ganz lieben Dank für deine Inspirationen
    Deine Christine aus Berlin – Neukölln

    • Mara Stix

      Reply Reply 10. September 2014

      Liebe Christine,

      3h / Woche, das klingt wirklich toll :-).

      Ich freue mich sehr, dass dir mein Blog gefällt!

      Alles Liebe,
      Mara

Leave A Response

* Denotes Required Field