Mutig wie Oprah Winfrey

Gastartikel von Sebastian Thalhammer

Im Antlitz von Persönlichkeiten wie Oprah Winfrey, denkt man sich manchmal, dass man schon mit der Hälfte davon im Leben weit zufrieden wäre. Was macht diese Person so erfolgreich, glücklich und gleichzeitig bedeutungsvoll für Millionen von Menschen. Und: Was kann man von ihr daraus lernen?

Ist diese Frau als Meinungsbildnerin, mit einem Imperium zu ihren Füßen, auf die Welt bekommen. Sicherlich nicht. Das kann sich jeder denken.

Und trotzdem hat sie die bei weitem erfolgreichste Talkshow des amerikanischen Fernsehens mit über 20 Millionen Zuschauer in 105 Ländern.

 

Rückschläge im Leben von Oprah Winfrey

Die wenigsten wissen, dass Oprah Winfrey eine schlimme, gar grauenvolle Kindheit und Jugend hatte.

Im Alter von neun Jahren sexuell missbraucht, mit 14 Jahren ungewollt schwanger und zu allem Überfluss starb ihr Kind kurz nach der Geburt. Sie nahm Drogen und war esssüchtig.

Fabelhafte Umstände um ein Imperium aufzuziehen? Vermutlich nicht.

Woher nehmen Menschen wie Oprah Winfrey also den Mut und die Kraft, derart erfolgreich und glücklich zu leben?

 

Was macht also den Unterschied?

Sagst du dir manchmal “Ich kann mich doch nicht mit Menschen wie Oprah Winfrey vergleichen, die sind doch ganz anders wie ich.”

Vielleicht liegst du da verkehrt. Auf den Punkt gebracht sind es Menschen, wie du und ich. Sie haben in ihrem Leben nur gelernt, Prinzipien anzuwenden, die ihnen schier unschätzbaren Mut und Erfolg ermöglicht haben.

Aus Klarheit folgt ein Ziel – Wo ein Ziel, da ein Weg

Oprah Winfrey hat in ihrem Leben beschlossen, dass sie eine Auswirkung in der Welt haben möchte. Dass sie etwas Bedeutungsvolles schaffen will und dass sie Menschen helfen will.

Sie hat gespürt, dass ihr bestes Medium dazu das öffentliche Fernsehen ist. Sie wusste, dass dort ihr Weg liegt und dass sie alles geben wird um die Welt so zu ihrer Bühne zu machen und ihr Vermächtnis zu hinterlassen.

Die zahlreichen Stolpersteine, Hürden, Rückschläge und Herausforderungen konnte sie dadurch überwinden, dass sie sich klar darüber war, wieso und was sie bewirken möchte.

Wie klar bist du dir über deine eigene Überzeugung, Motivation und den inneren Antrieb, aus der letztlich die Energie für solche unglaublichen Erfolge kommt?

 

Innere Ausrichtung um die richtigen Entscheidungen zu treffen

Die Umstände in denen du dich vorfindest. Das Leben wie du es führst. All das ist die Summe der Entscheidungen, die du bis jetzt getroffen hast. Nicht mehr und nicht weniger.

Unsere Entscheidungen sind nicht von unserem Umfeld geprägt, sondern von dem, welche Bedeutung wir unserem Handeln beimessen. Nach welchen Kriterien du deine Entscheidungen triffst, ist abhängig von deinen Werten und wie sehr du dir diesen überhaupt bewusst bist.

Viele sind der Meinung, dass z.b. Wohlstand, Freiheit oder Familie ihre wichtigsten Werte sind. Doch wirf einen genauen Blick darauf. Ist das wirklich so?

Angenommen du hättest alles davon. Du lebst in großem Wohlstand, lebst in den Häusern deiner Träume. Du bist frei jeden Tag zu tun was du willst und du bist umgeben von liebevollen und fürsorglichen Menschen.

Und du bist todkrank!

Wie viel sind dir diese anderen Dinge dann noch etwas wert? Was würdest du für Gesundheit geben? Für psychisches und physisches Wohlbefinden?

Viel zu viele Menschen jagen dem vermeintlichen “höheren” Gut von Geld nach, ohne wirklich geprüft zu haben, ob dies aus der eigenen Einstellung kommt, oder ob sie diese Werte von anderen übernommen haben.

Steve Jobs hat es in seiner berühmten Rede treffend beschrieben. Als es fest stand, dass er sterben würde, dass sein Leben ein fixes Ablaufdatum hatte, da wurde ihm klar, worauf es im Leben für ihn wirklich ankommt.

Du triffst all deine Entscheidungen anhand deiner Werte. Bewusst oder unbewusst.

Wie sehr, bist du dir deiner im Klaren?

 

Der richtige Fokus

Hätte sich Oprah Winfrey ein Leben lang darüber beschwert, wie schlimm und tragisch ihre Vergangenheit war, dann hätte sie vermutlich Mitleid und Verständnis geerntet, aber wäre nie die erste afroamerikanische Milliardärin der Geschichte geworden.

Unglaublich erfolgreiche Menschen wissen, dass alleine der Fokus, wie du die Dinge wahrnimmst, entscheidend ist. Du kannst dich auf das Schlechte in deinem Leben konzentrieren. Warum alles so grauenvoll ist und warum es bei dir anders, komplizierter, etc. ist.

Oder du fokussierst dich darauf, was du aus dieser Situation lernen kannst. Darauf, wie du das Gute daran erkennst und welche Lektionen du daraus mitnehmen kannst.

Man vermeidet Fehler, wenn man Situationen richtig beurteilt. Und diese Fähigkeit kommt aus Erfahrung. Und Erfahrung bekommt man durch Fehler und den daraus resultierenden Erkenntnissen.

Häufig werfen die Menschen die Flinte ins Korn, weil es “nicht funktioniert” hat und geben auf, anstatt sich zu fragen, was beim nächsten Mal besser laufen könnte.

Die Qualität der Fragen, die du dir selbst stellst, entscheidet über die Qualität deines Lebens!

Welche Fragen stellst du dir?

 

Das erfolgreiche Mindset

Die Grenzen der Machbarkeit liegen nicht an äußeren Umständen, sondern an deiner mentalen Flexibilität und Vorstellungskraft.

Henry Ford sagte dazu ganz einfach:

Ob du sagst du kannst, oder du kannst nicht, du wirst immer Recht behalten!

Wenn du vor einem wichtigen Ereignis dir ständig sagst, du kannst das nicht, dann brauchst du auch nicht überrascht sein, dass es nicht hinhaut. Du glaubst so fest daran, dass es Realität wird.

Menschen wie Oprah Winfrey fordern sich selbst heraus, die Grenzen des aktuell möglichen zu dehnen und zu überschreiten. Viele Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können, aber sie unterschätzen, was in einem Jahrzehnt möglich ist.

Das nächste Mal, wenn du merkst, dass du dir selbst sagst, dass

  • etwas nicht möglich ist
  • du es nicht kannst
  • es dumm wäre, es zu versuchen

Dann stell dir die einfache Frage: Was wäre, wenn doch?

 

Bist du die nächste Oprah Winfrey? Der nächste Steve Jobs?

Ich weiß es nicht. Du weißt es nicht. Aber es liegt einzig und allein in deiner Macht, es zu beweisen. Niemand wird kommen und dir sämtliche Schlüssel zu allen Türen öffnen, damit du endlich dein “verkanntes” Potential ausleben kannst.

Kein Prinz, Mentor, Samariter kommt daher spaziert und wird dich endlich auf den richtigen Weg bringen.

Du musst ihn dir selbst suchen und entlang des Weges kommen die Mentoren (vielleicht auch Prinzen), um dich zu begleiten.

 

Über Sebastian Thalhammer

Sebastian Thalhammer

Auf der Suche nach Möglichkeiten, wie er seine vielfältigen Interessen und Potentiale bedeutungsvoll einsetzen kann, hat Sebastian Thalhammer bereits die Welt bereist, zahlreiche Jobs ausgeübt und Unternehmen gegründet. Heute ist er Mentaltrainer für Scannerpersönlichkeiten, Multipotentials und Polypreneur und hilft Menschen dabei, ihre vielseitigen Talente zu vereinen und unternehmerisch zu nutzen, sodass sie eine Auswirkung in der Welt damit bewirken.

Bildrechte: Alan Light – http://www.flickr.com/photos/alan-light/216012860/

Ich freue mich über deine Meinung!

3 Comments

  • Linda

    Reply Reply 9. Februar 2015

    Hallo Sebastian,
    ein toller Beitrag!
    Sich Ziele zu setzen, sich immer wieder daran zu erinnern und dementsprechend zu handeln, ist wichtig. Sich zurückzulehnen und über sein schlechtes Leben zu klagen, ist allerdings für die meisten Menschen deutlich einfacher 😉

    Danke für deine Erinnerung daran 🙂

    Viele Grüße
    Linda

    • Sebastian Thalhammer

      Reply Reply 10. Februar 2015

      Hi Linda!

      Danke für deinen Beitrag. Gerade diese „simplen“ Dinge, die man eigentlich „ja schon weiß“ geraten häufig in Vergessenheit. Ich selbst kann da auch ein Lied davon singen … 😉

      Wodurch erinnerst du dich immer wieder daran auf Kurs zu bleiben?

      Grüße
      Sebastian

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